
N 51° 25' 38.74" / E 6° 50' 37.16"
Höhe = 45 Meter / Obs.-Code = 628
©1998 TSO

Besucher seit dem 6.1.2021
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Unsere Sternwarte
2017
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Mai
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Zusammen mit befreundeten Sternfreunden ist das TSO am 13. Mai nach vielen Jahren der Abstinenz wieder mit einem Stand auf der 33. Astromesse ATT in Essen vertreten.
Unser Stand auf der 33. Astromesse ATT
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Unser Stand auf der 33. Astromesse ATT.
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Im Laufe des Monats werden beide Teleskope auf die Ansteuerung mit dem Advanced LX-200 Driver via ASCOM POTH (Plain Old Telescope Handset) umgestellt. Der Vorteil: Weil die von uns genutzte FS-2-Steuerung beim Ausschalten die Teleskop-Position "vergisst", musste das Gerät bisher nach dem Einschalten immer erst an einem manuell eingestellten Stern neu synchronisiert werden. Im Gegensatz zu dem bisher genutzten "Generic LX-200"-Treiber ermöglicht der von Charles Lemaire programmierte Advanced LX-200 Driver nun die Definition einer sog. "Park-Position" für die Steuerung. Wenn das Teleskop vor dem Ausschalten der Steuerung in dieser Park-Position abgestellt wurde, kann diese Information nun direkt nach dem Einschalten der Steuerung via Software wieder rück-übergeben werden, so dass in Zukunft auch ein kompletter Remotebetrieb des Teleskops möglich wäre.
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Juni
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Vom 9. bis 11. Juni nehmen wir an der 20. Kleinplanetentagung der VdS-Fachgruppe "Kleine Planeten" an der Sternwarte der Universität Leiden in den Niederlanden teil.
Außenansicht des Hauptgebäudes
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Der 10,5"-Refraktor in der großen Kuppel auf dem Hauptgebäude
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Die freistehende östliche Kuppel
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Der 34cm-Refraktor in der östlichen Kuppel
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Die freistehende nordwestliche Kuppel
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Der 46cm-Reflektor in der nordwestlichen Kuppel
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Impressionen der alten Universitäts-Sternwarte in Leiden / Niederlande.
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Im Zuge unserer jährlichen Holzschutz-Erneuerung fallen verschiedene Alterserscheinungen an den Schutzbauten auf, die nur mit umfangreichem Arbeitsaufwand behoben werden können. Zudem ist bereits jetzt abzusehen, dass auch in den kommenden Jahren weitere, noch aufwendigere Instandhaltungsmaßnahmen auf uns zukommen werden. Es beginnen daher intensive Überlegungen zur Zukunft unserer Sternwarte.
Altersbedingte Schäden am Schutzbau des 14"-Newton
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Altersbedingte Schäden am Schutzbau des 14"-Newton
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Altersbedingte Schäden am Schutzbau des 14"-Newton
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Altersbedingte Schäden am Schutzbau des 14"-Newton
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Altersbedingte Schäden am Schutzbau des 12"-Newton
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Altersbedingte Schäden am Schutzbau des 12"-Newton
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Altersbedingte Schäden am Schutzbau des 12"-Newton
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Altersbedingte Schäden am Schutzbau des 12"-Newton
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Am Schutzbau des 12"-Newton sieht es leider nur geringfügig besser aus.
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Am Ende läuft es darauf hinaus, dass die bestehenden zwei Schutzbauten aus Holz in den nächsten Monaten durch einen 3m-Kuppelbau aus GFK von der polnischen Firma ScopeDome ersetzt werden sollen, in dem dann der heutige 14"-Newton seinen Paltz finden wird. Sowohl die Kuppel, als auch das Teleskop samt Kamera sollen dabei komplett ferngesteuert werden können. Vom 12"-Newton wollen wir uns nach Fertigstellung der Kuppel trennen.
Weil die bestehende Motor-Fokussierung am 14"-Newton weder einen Autofocus- noch einen Remote-Betrieb zuläßt, entschließen wir uns zum Kauf eines komplett neuen Okularauszug vom Typ "Octo60motorLA" von der Firma Lacerta Teleskop-Austia. Bereits die ersten Testläufe entsprechen dabei von ihrer Genauigkeit her voll unseren Erwartungen.
Der neue Okularauszug am 14"-Newton
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Der neue Okularauszug am 14"-Newton.
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Juli
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Nachdem die 3m-Kuppel Anfang des Monats über die Firma Astrolumina bestellt wurde, beginnen schon bald die Rückbauarbeiten am Schutzbau des 14"-Newton. Der Abbau des Teleskops und der Ausbau der kompletten Elektroinstallation ist dabei bereits innerhalb eines Wochenendes erledigt.
Beim Entfernen der Innenverkleidung wird uns mit Schrecken bewußt, dass wir die ganzen Jahre über eigentlich nie "alleine" beobachtet haben: Innerhalb der Wände finden wir insgesamt 6 Wespennester mit Größen zwischen Tischtennisball und mehr als 40cm x 30cm x 8cm!
Verlassenes Wespennest in der Zwischenwand des 14"-Newton-Schutzbaus
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Verlassenes Wespennest in der Zwischenwand des 14"-Newton-Schutzbaus
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Verlassenes Wespennest in der Zwischenwand des 14"-Newton-Schutzbaus
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Verlassenes Wespennest in der Zwischenwand des 14"-Newton-Schutzbaus
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Verlassene Wespennester in der Zwischenwand des 14"-Newton-Schutzbaus
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Ansonsten geht die Demontage der Schutzhütte aber sehr zügig vonstatten, so dass bereits gegen Ende des Monats alle Seitenverkleidungen entfernt sind. Die wetterfest verpackte Montierung steht jetzt nur noch unter einem "Holzgerippe mit Dach".
Rückbau der Außenverkleidung
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Rückbau der Außenverkleidung
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Rückbau der Außenverkleidung
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Rückbau der Außenverkleidung
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Zeitgleich zur Demontage des Schutzbaus beginnt die Optimierung des Teleskops in der Werkstatt von Gerd Weber in Hattingen:
- Die noch aus dem im Jahr 2003 gekauften Originaltubus von Orion UK stammende Hauptspiegelzelle soll von einer 3-Punkt auf eine 9-Punkt-Lagerung umgebaut werden.
- Für den 0.73x Komakorrektor der Firma ASA musste der Brennpunkt deutlich weiter aus dem Tubus herausgespiegelt werden, als bei der originalen Tubuskonstruktion vorgesehen war. Weil der Haupspiegel hierzu um ca. 10cm in Richtung Fangspiegel versetzt wurde, reicht dessen Größe nun nicht mehr aus, um ein voll ausgeleuchtetes Bildfeld zu erzeugen. Der 75mm-Fangspiegel soll daher gegen einen 110mm-Fangspiegel der Firma Orion UK ausgetauscht werden. Das voll ausgeleuchtete Bildfeld wird dann später knapp APS-Format besitzen.
- Je nach Lage des Teleskops drückt sich der Okularauszug aufgrund des Gewichtes der angeschlossenen Kamera mehr oder weniger stark in die Tubuswand hinein. Zur Vermeidung hierdurch erzeugter Bildfehler soll eine druckresistente Platte in der Tubus eingesetzt werden, auf die dann der Okularauszug befestigt wird.
- Der Tubus soll in der Nähe des Hauptspiegels eine lichtdicht verschließbare "Wartungsklappe" bekommen, durch die der Spiegel gereinigt werden kann, ohne ihn dafür ausbauen zu müssen.
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August
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Nach Abschluss der Rückbauarbeiten des 14"-Newton-Schutzbaus kann mit der Erstellung des WPC-Decks begonnen werden, dass dann später die Sternwartenkuppel tragen wird. Die Abkürzung "WPC" steht dabei für "Wood Plastic Composite", einem Material, das gegenüber dem traditionellen Werkstoff Holz eine größere Feuchteresistenz besitzt und nicht regelmäßig mit Schutzlacken nachbehandelt werden muss.
Damit sich das Deck später nicht unter dem Eigengewicht der Kuppel verformt, werden für die Unterkonstruktion aus 9cm x 9cm WPC-Profilen neben den vier bereits vorhandenen Punktfundamenten der alten Sternwartenhütte noch 12 weitere Punktfundamente erstellt.
Schemaskizze des neuen Sternwarten-Decks
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Das Deck nimmt Form an
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Detail der Unterkonstruktion
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Das fertige Deck mit (hier noch abgeklebten) Kabeldurchführungen
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Der Bau des neuen Sternwarten-Decks
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Oktober
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In der letzten Oktoberwoche ist es endlich so weit: Die Kuppel wird geliefert!
Der ca. 340kg schwere und auf einer 2,5m x 3m großen Palette befestigte Bausatz kommt mit einem normalen Autotransporter. Anders als der Hersteller verfügen wir jedoch leider über keinen Gabelstapler, so dass wir alles per Hand entladen müssen. Zu dritt kann die Palette aber trotzdem erstaunlich schnell auf dem Bürgersteig abgestellt werden. Nach einer kurzen Vollständigkeitskontrolle beginnt dann auch schon der Transport der Einzelteile zur eigentlichen Sternwartenbaustelle...
Unser größtes Problem ist hierbei wieder einmal, dass wir keinen direkten Gartenzugang von der Straße aus haben. Wie aber bereits anhand der Baupläne ersichtlich war, lassen sich mit Ausnahme der beiden großen Halbschalen aber alle Teile problemlos durch den Hausflur tragen. Weil die beiden Halbschalen nur vom Nachbargrundstück aus über einen 1,8m hohen Zaun auf unser Grundstück gebracht werden können, werden diese erst einmal in unserer Garage auf der anderen Straßenseite zwischengelagert. Mit Hilfe von insgesamt acht Leuten finden dann aber schließlich auch diese beiden Teile am darauffolgenden Wochenende ihren Weg auf die Baustelle.
Mitte November soll dann der eigentliche Aufbau der Kuppel erfolgen.
Die noch komplett beladene Palette steht auf dem Bürgersteig
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Die noch komplett beladene Palette steht auf dem Bürgersteig
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Die beiden Kuppelschalen auf dem Hof des Nachbargrundstückes
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Mit vereinten Kräften heben wir die Kuppelschalen über den Zaun
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Mit vereinten Kräften heben wir die Kuppelschalen über den Zaun
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Bis zum Aufbau werden die Bauteile unter der Pergola zwischengelagert
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Anlieferung der Sternwarten-Kuppel
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November
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Am 11.11. besuchen wir die 36. "Bochumer Herbsttagung" (BoHeTa) an der Ruhr-Universität Bochum.
Am 18.11. ist es endlich so weit: Die Kuppel wird aufgebaut! Unter der Anleitung von Andreas Berger (Astrogeräte Berger) und drei zusätzlichen Helfern benötigen wir dafür knapp fünf Stunden. Wir werden gerade rechtzeitig fertig, bevor der für den frühen Abend vorher gesagte Regen beginnt.
Montage und Verkabelung des Basisrings
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Montage des Zahnkranzes
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Aufsetzen der rechten Kuppelhälfte
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Aufsetzen der linken Kuppelhälfte
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Letzte Arbeiten am Kuppelspalt
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Es ist vollbracht...
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Aufbau der Sternwarten-Kuppel
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Dezember
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Leider zeiget sich nach den nächsten Regenfällen, dass die Kuppel undicht ist! Obwohl wir alle Verbindungen nicht nur verschraubt, sondern auch mit Silikonnähten versehen haben, gelangt Wasser auf den Drehkranz. Weil aber der Spaltantrieb über die Rollen des Drehkranzes mit Spannung (230V) versorgt wird, muss hier zunächst dringend etwas geschehen, bevor die Arbeiten am Kuppelinneren weiter gehen!
Leider führen im Außenbereich der Kuppel zusätzlich aufgebrachte Silikonfugen nicht zum gewünschten Erfolg, so dass wir den Entschluss fassen, den oberen Teil der Kuppel bei nächster Gelegenheit noch einmal komplett zu Zerlegen, um dann alle Verbindungsstellen zusätzlich zu den Verschraubungen auch noch vollflächig mit Silikon zu verkleben.
Durch die Türverschraubung eindringendes Wasser hat sich auf der Oberseite des Drehkranzes gesammelt
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Durch eine der senkrechten Kuppelnähte eindringendes Wasser hat sich auf der Oberseite des Drehkranzes gesammelt
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Wasser, dass durch die Verschraubungen im Bereich des Drehkranzes "nach unten" gelaufen ist, gelangt bis in das Kuppelinnere
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Wasser in der Nähe der spannungsführenden Rollen
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Wasser in der Nähe der spannungsführenden Rollen
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Zusätzliche Silikonnähte im Aussenbereich bringen leider keine Besserung
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Wassereinbrüche im Inneren der Sternwarten-Kuppel
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Am 8. Dezember erhalten wir von Gerd Weber den umgebauten Tubus des 14"-Newtons zurück.
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