TSO - Logo
N 51° 25' 38.74" / E 6° 50' 37.16"
Höhe = 45 Meter / Obs.-Code = 628

©1998 TSO

Besucherzaehler

Besucher seit dem 6.1.2021


Unsere Sternwarte

2018

März

Wetter- und urlaubsbedingt erfolgt die Abdichtung der Sternwartenkuppel leider erst am 24. März. Zusammen mit vier Helfern werden hierbei alle Bauteile oberhalb des Drehkranzes noch einmal komplett auseinander genommen. Nach vollständiger Entfernung aller Silikonrückstände werden die Teile anschließend wieder zusammengesetzt, wobei wir dieses Mal auf eine möglichst vollflächige Verklebung aller Verbindungsstellen mit Silikon achten. Zudem werden alle auf der Kuppelaußenseite liegenden Verschraubungen mit speziellen Dichtscheiben versehen.

In den nächsten Tagen werden zusätzlich noch alle außen liegenden Nähte mit einer breiten Silikonfuge abgedichtet. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir hierbei den "über Kopf" liegenden Verbindungsstellen im unteren Bereich der Kuppel, sowie dem Ablaufbereich unterhalb des geschlossenen Kuppelspaltes.

TSO - Breite Silikonfugen an allen außen liegenden Verbindungsstellen
Breite Silikonfugen an allen außen liegenden Verbindungsstellen
TSO - Dichtscheiben an allen außen liegenden Verschraubungen
Dichtscheiben an allen außen liegenden Verschraubungen
TSO - Auch an den Rollensätzen des Spaltes kommen die Dichtscheiben zum Einsatz
Auch an den Rollensätzen des Spaltes kommen die Dichtscheiben zum Einsatz
TSO - Nicht hübsch, aber dicht - die Verbindungsstellen im Ablaufbereich unterhalb des geschlossenen Kuppelspaltes
Nicht hübsch, aber dicht - die Verbindungsstellen im Ablaufbereich unterhalb des geschlossenen Kuppelspaltes

Beim erneuten Zusammenbau der Kuppel wurde an verschiedenen Stellen auf eine besonders gute Abdichtung geachtet.

Nachdem zwei kräftige Regenfälle und ein zusätzlicher Test mittels Gartenschlauch die Dichtheit der Kuppel bestätigt haben, kann dann am nächsten Wochenende auch endlich mit dem weiteren Ausbau des Kuppelinneren begonnen werden! Dank des bereits vorbereiteten Technikschrankes gehen diese Arbeiten auch sehr schnell voran, so dass die Kuppel bereits nach zwei Tagen zumindest manuell per Tastendruck gesteuert werden kann.

April

In den nächsten zwei Wochen gehen die Arbeiten am Innenausbau der Kuppel weiter. Nachdem bereits Anfang des Monats das Teleskop wieder auf die Montierung gesetzt worden ist, können weitere Zubehörteile wie Montierungsantrieb, CCD-Kamera und Fokussiermotor wieder in Betrieb genommen werden. Auch die Kommunikation zwischen Teleskop und Kuppelsteuerung wird eingerichtet.

Am 16. April ist es dann endlich soweit: Die neu aufgebaute Sternwarte hat ihr "First-Light"! Nach Anlernung von Fokussierung und Nachführung entstehen, trotz noch fehlender Wasserkühlung, erste Testaufnahmen von einigen bekannten DeepSky-Objekten. Leider spielt das Seeing an diesem Abend nicht so ganz mit, doch zeigt sich bereits jetzt auf den Bildern, dass sich der Umbau des Tubus gelohnt hat - dank des deutlich größeren Fangspiegels weist das Bildfeld der ST-8 XME nun so gut wie keine Vignettierung mehr auf.

TSO - Obwohl noch nicht alle Technik wieder eingebaut ist, ist der 14"-Newton bereit für erste Testaufnahmen
Obwohl noch nicht alle Technik wieder eingebaut ist, ist der 14"-Newton bereit für erste Testaufnahmen
TSO - Eine der ersten nachgeführten Aufnahmen zeigt die Galaxie M 101
Eine der ersten nachgeführten Aufnahmen zeigt die Galaxie M 101
ST-8 XME im 1x1-Binning, Belichtungszeit 1x300s

"First-Light" am neu aufgebauten 14"-Newton

Bereits am nächsten Samstag beginnt der Rückbau der Rolldachhütte des 12"-Newtons. Als Tagesziel haben wir uns die komplette Entfernung des "Innenlebens" gesetzt, also: Teleskop, Montierung und Rechner abbauen, dann die innere Holzverkleidung abschrauben und zum Schluss noch die Elektrik ausbauen. Am Ende des Tages steht nur noch die Säule in der nun leeren Hütte...

TSO - Abbau der zweiten Rolldachhütte - Nachdem das Teleskop entfernt ist sieht es im Inneren ganz schön leer aus...
Abbau der zweiten Rolldachhütte - Nachdem das Teleskop entfernt ist sieht es im Inneren ganz schön leer aus...
TSO - Abbau der zweiten Rolldachhütte - Rückbau der Innenverkleidung.
Abbau der zweiten Rolldachhütte - Rückbau der Innenverkleidung.
TSO - Abbau der zweiten Rolldachhütte - Rückbau der Innenverkleidung.
Abbau der zweiten Rolldachhütte - Rückbau der Innenverkleidung.
TSO - Abbau der zweiten Rolldachhütte - Die Innenverkleidung ist weg.
Abbau der zweiten Rolldachhütte - Die Innenverkleidung ist weg.

Abbau der zweiten Rolldachhütte

An den folgenden Tagen wird dann auch der Rest der Hütte demontiert. Hierbei stellt sich der Rückbau der Betonsäule als ziemlich aufwändig heraus. Dank eines neu angeschafften elektrischen Abbruchhammers gehen aber auch diese Arbeiten relativ schnell voran, so dass am Ende des Monats bereits nur noch das Gerippe der alten Hütte steht...

TSO - Abbau der zweiten Rolldachhütte - Nach fast 3 Stunden mit dem Abbruchhammer ist die Säule endlich bis auf das Bodenniveau der Hütte gekürzt.
Abbau der zweiten Rolldachhütte - Nach fast 3 Stunden mit dem Abbruchhammer ist die Säule endlich bis auf das Bodenniveau der Hütte gekürzt.
TSO - Abbau der zweiten Rolldachhütte - Das Dach wird zerlegt.
Abbau der zweiten Rolldachhütte - Das Dach wird zerlegt.
TSO - Abbau der zweiten Rolldachhütte - Dach und Vordach sind weg: Jetzt geht es mit den Außenwänden weiter.
Abbau der zweiten Rolldachhütte - Dach und Vordach sind weg: Jetzt geht es mit den Außenwänden weiter.
TSO - Abbau der zweiten Rolldachhütte - Am Ende des Monats steht nur nach das nackte Holzgerippe.
Abbau der zweiten Rolldachhütte - Am Ende des Monats steht nur nach das nackte Holzgerippe.

Abbau der zweiten Rolldachhütte

Mai

Nach dem Abbau des 12"-Newtons wird die so frei gewordene ST-10 XME am 14"-Newton angeschlossen. Das neue Setup hat nun die folgenden optischen Daten:

14"-Newton
Blende Brennweite Kamera Binning Pixelgröße Bildfeld Feldänderung
alter Aufbau 3,4 1206mm ST-8 XME 1 x 1 1,54" 39,3' x 26,1' -
neuer Aufbau 3,4 1206mm ST-10 XME 2 x 2 2,32" 42,3' x 28,5' + 17%


Dank der etwas empfindlicheren Kamera, die zudem aber auch noch im 2x2-Binning betrieben wird, kann die notwendige Belichtungszeit einer Einzelbelichtung deutlich von 300s auf 90s reduziert werden. Hierdurch wird in Zukunft auch die Vermessung schneller bewegter Objekte möglich sein.

Aufgrund der guten Wetterlage kann bereits am 4. Mai die notwendige Neu-Kalibrierung von Autofocus und Nachführkamera erfolgen, so dass in den darauf folgenden Nächten erste astrometrische Messungen an verschiedenen Kometen durchgeführt werden.

TSO - Der Komet 21p Giacobini-Zinner - komplettes Bildfeld.
Der Komet 21p Giacobini-Zinner - komplettes Bildfeld.
TSO - Die Bewegung des Kometen 21p Giacobini-Zinner innerhalb von ca. 2,5 Stunden.
Die Bewegung des Kometen 21p Giacobini-Zinner innerhalb von ca. 2,5 Stunden.

Aufnahmen des Kometen 21p Giacobini-Zinner vom Morgen des 20.5.2018. Für die astrometrische Auswertung wurden in der Software "Astrometrica" jeweils 30 Aufnahmen im 2x2-Binning à 90s Belichtungszeit ( = 45min Gesamtbelichtungszeit) auf die Bewegung des Kometen verschoben aufaddiert.

Das linke Bild zeigt das komplette Bildfeld des Teleskops. Der ca. 16mag helle Komet befindet sich etwas rechts von der Bildmitte. Der hellste Stern im Bildfeld ist 18 Vulpeculae (5,5mag).

Die Bewegung des Kometen 21p Giacobini-Zinner innerhalb von ca. 2,5 Stunden als Animation. Der Komet hatte laut unseren Messungen eine Helligkeit von ca. 16mag. Die Ausschnittsvergrößerung zeigt zudem einen leichten Schweifansatz.

Zusammen mit befreundeten Sternfreunden ist das TSO am 5. Mai mit einem Stand auf der 34. Astromesse ATT in Essen vertreten.

TSO - Unser Stand auf der 34. Astromesse ATT
Unser Stand auf der 34. Astromesse ATT

Unser Stand auf der 34. Astromesse ATT.

Parallel zu allen diesen Aktivitäten laufen natürlich auch die Abbauarbeiten an der zweiten Rolldachhütte weiter!

Juni

Zu Beginn des Monats ist der Rückbau der zweiten Rolldachhütte abgeschlossen.

Nachdem die letzen fehlenden Bauteile geliefert worden sind, kann auch endlich die Wasserkühlung der CCD-Kamera wieder in Betrieb genommen werden. Genau rechtzeitig, wie sich heraus stellt, da die zweite Monatshälfte von einer sehr stabilen Hochdruckwetterlage mit nächtlichen Temperaturen von teilweise über 25°C dominiert wird.

Wie bereits in der alten Sternwarte, kommt auch bei der aktuellen Wasserkühlung wieder eine herkömmliche (Freizeit-)Kühlbox als Vorratstank zum Einsatz. Dank ihrer eingebauten aktiven Kühlung, kann das Kühlwasser bei Bedarf zusätzlich noch einmal ca. 10°C unter die Umgebungstemperatur heruntergekühlt werden. Zusammen mit der 1-stufigen Peltier-Kühlung der CCD-Kamera erreichen wir so eine maximale Temperturdifferenz von nicht ganz 50°C zur Umgebung.

Mehr durch Zufall konnte auch die Ursache für sporadisch auftretende Abstürze des ASCOM-Treibers der FS2-Steuerung herausgefunden werden: Nachdem verschiedene andere Nutzer des Diskussionsforums auf Astronomie.de über ähnliche Probleme geklagt hatten und die Fehler dort bei den verwendeten USB/Seriell-Adaptern gefunden wurde, tauschten auch wir das bisher verwendete InLine-Adapterkabel gegen einen kompakten Steckeradapter aus. Seitdem sind keine weiteren Abstürze mehr vorgekommen!

TSO - Die Kuppel in ihrer komplett neu gestalteten Umgebung.
Die Kuppel in ihrer komplett neu gestalteten Umgebung.
TSO - Der komplett ausgerüstete 14"-Newton.
Der komplett ausgerüstete 14"-Newton.
TSO - Die ST-10 XME CCD-Kamera am motorisierten Okularauszug.
Die ST-10 XME CCD-Kamera am motorisierten Okularauszug.
TSO - Die ST-10 XME CCD-Kamera am motorisierten Okularauszug.
Die ST-10 XME CCD-Kamera am motorisierten Okularauszug.

Die fertige Sternwartenkuppel im Einsatz.

Juli

Während in der Sternwartekuppel eine Bilderserie zur Positionsbestimmung des Kleinplaneten 2007 UJ7 produziert wird, beobachten wir am 27. Juli vom Balkon unserer Dachgeschosswohnung aus die totale Mondfinsternis. Obwohl das visuelle Erlebnis dieses Mal im Vordergrund steht, entstehen dabei trotzdem auch einige Übersichtsfotos, die neben dem Mond auch den Planeten Mars zeigen, der an diesem Tag ebenfalls in Opposition zur Sonne stand.

Wegen der hohen Lufttemperatur von immer noch fast 29°C zum Zeitpunkt der Finsternis waren sowohl die Transparenz der Atmosphäre als auch die Luftunruhe nicht optimal. Aufgrund der für den verfinsterten Mond benötigten längeren Belichtungszeiten machte sich trotz interner Dunkelbildkorrektur leider auch das Sensorrauschen der Kamera deutlich bemerkbar.

TSO - Der total verfinsterte Mond und der Planet Mars über der Tengelmann-Zentrale in Mülheim-Speldorf
Der total verfinsterte Mond und der Planet Mars über der Tengelmann-Zentrale in Mülheim-Speldorf
TSO - Der total verfinsterte Mond und der Planet Mars über der Tengelmann-Zentrale in Mülheim-Speldorf
Der total verfinsterte Mond und der Planet Mars über der Tengelmann-Zentrale in Mülheim-Speldorf
TSO - Der inzwischen nur noch partiell verfinsterte Mond und der Planet Mars
Der inzwischen nur noch partiell verfinsterte Mond und der Planet Mars
TSO - Der partiell verfinsterte Mond im umgebenden Sternfeld
Der partiell verfinsterte Mond im umgebenden Sternfeld

Die totale Mondfinsternis am Abend des 27. Juli

Oktober

Mitte Oktober will unsere, im Jahr 2003 zusammen mit den neuen Montierungsantrieben über die Firma OTE erworbene, FS2-Steuerung auf einmal nicht mehr booten! Die Messung mit einem Spannungsprüfer vor Ort in der Kuppel ergibt, dass die 24V vom externen Netzteil am Stecker ankommen. Ein Blick in das Innere des Gehäuses lässt uns aber das Schlimmste befürchten ... da ist ein Wassertropfen drin! Neben dem Rätsel, wie das Wasser dort überhaupt hinein gekommen ist, stellen sich natürlich auch andere Fragen: Was ist kaputt gegangen? Ist es zu reparieren? Was wird die Reparatur kosten?

Ein einfacher Tausch der defekten Steuerung mit der FS2-Steuerung unserer aktuell nicht benutzten Fornax-Montierung ist leider nicht möglich, da die Firma OTE die von ihr verkaufte Steuerung mit komplett anderen Steckern ausgerüstet hat! Abgesehen davon handelt es sich bei der Steuerung der Fornax-Montierung schließlich auch um die 12V-Variante der FS2, so dass diese wahrscheinlich sowieso nicht mit den Motoren der Selbstbau-Montierung funktionieren würde...

Nachdem der Hersteller Michael Koch noch am gleichen Abend auf eine Email geantwortet hat, gehen Steuerung und Handtaster am folgenden Tag zur Überprüfung in die Post. Zwei Tage später dann bereits die erste Diagnose: Alles läuft! Sicherheitshalber sollen wir aber auch noch einmal das Stromkabel einsenden. Nachdem auch dieses kontrolliert wurde, wissen wir zwar, dass die Steuerung keinen Schaden genommen hat - warum genau sie nun aber nicht starten wollte, bleibt ein Rätsel.

Bereits eine Woche nach ihrem Ausfall ist die Steuerung wieder bei uns und kann, dank des anhaltend guten Wetters, noch am selben Abend wieder in Betrieb genommen werden. Wie der Wassertropfen in das Gehäuse gelangt ist und ob er der Verursacher des Problems war, werden wir wohl nie erfahren. Um zumindest von der Kuppeldecke herab tropfendes Kondenswasser als Ursache ausschließen zu können, wird in den nächsten Tagen ein passend abgewinkeltes Blech als "Tropfschutz" über der Steruerung installiert.

November

Am 24. November besuchen die Mitglieder des TSO den 23. Hattinger Astronomischer Tausch- und Trödeltag (HaTT). Wir kaufen dort zwar nichts Neues für unsere Sternwarte ein, nutzen aber den Besuch der Veranstaltung, um Kontakte zu seltener besuchten Sternfreunden zu pflegen.

Ende des Monats können wir unsere, nach dem bereits im Mai abgeschlossenen Rückbau der letzten Rolldachhütte nicht mehr benötigte, Fornax-Montierung endlich verkaufen. Sie wird in Zukunft ihren Dienst in der noch neu zu errichtenden Sternwarte des Vereins Ad Astra in Bochum verrichten.

Weiter zum Jahr 2019

Zurück zum Jahr 2017

Zurück zur TSO-Startseite