
N 51° 25' 38.74" / E 6° 50' 37.16"
Höhe = 45 Meter / Obs.-Code = 628
©1998 TSO

Besucher seit dem 6.1.2021
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Unsere Sternwarte
1996
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Februar
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Durch wetterbedingte Verzögerungen schob sich die endgültige Inbetriebnahme der Sternwarte leider länger hinaus als uns lieb war. Trotz allem konnten wir pünktlich zur Sichtbarkeit des Kometen Hyakutake erste visuelle und sogar auch einige fotografische Beobachtungen durchführen.
Die fertig eingerichtete Sternwarte
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Der Komet Hyakutake am 25.3.1996
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Im Frühjahr 1996 war unsere Sternwarte so weit fertig gebaut, dass wir mit der visuellen Beobachtung beginnen konnten. Erste fotografische Aufnahmen entstanden bereits während der Sichtbarkeitsperiode des Kometen "Hyakutake".
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April
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Zusammen mit Mitgliedern der IG StaR beobachten wir die totale Mondfinsternis in den frühen Morgenstunden des 4. April. Es wird versucht die komplette Finsternis fotografisch in festen Zeitintervallen zu dokumentieren.
Die totale Mondfinsternis vom 4.4.1996
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Zusammen mit dem Sternfreund Ewald Goitowski von der IG StaR gelingt uns die hier gezeigte Reihenbelichtung des kompletten Finsternisverlaufs.
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Ebenfalls zusammen mit der IG StaR päsentierten wir unsere Sternwarte am 27. April mit einem Stand auf dem 12. A.T.T. in Essen.
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Mai
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Mitte des Monats begeben sich drei Mitglieder des TSO (Andreas Böker, Karolin Kleemann-Böker und Axel Martin) auf ihren ersten Astro-Urlaub nach Nambia. Während des sechstägigen Aufenthaltes auf der Gästefarm "Niedersachsen" entstehen sowohl Aufnahmen mit aufgesetzter Kamera, als auch durch das dortige C-8 der Firma Celestron. Im Anschluss daran begeben sie sich noch auf eine knapp zweiwöchige Rundreise, die sie durch den Norden des Landes über den Waterberg und die Etosha-Pfanne bis an das äußere Ende des Kaprivi Zipfels führt. Die letzten Tage verbringen sie auf der "Cuno Hoffmeister Gedächtnissternwarte" in der Nähe von Windhoek, wo noch einige Aufnahmen durch die dort aufgestellten Teleskope entstehen.
Einige der hierbei auf chemischem Film entstandenen Astrofotos können Sie sich auf unserer Seite Astrofotografie in Namibia ansehen. Weitere Bilder von dieser und anderen Namibia-Reisen finden Sie auf der TSO - Reisefotografie Seite in dem Album "Namibia - 1996 bis 2001".
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September
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Drei Mitglieder des TSO nehmen am 22. und 23. September am IV Österreichischen CCD-Workshop in Mariazell teil.
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Oktober
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Da der Bau der Cookbook-Kameras in den letzten Monaten eher schleppend voran gekommen war, bedurfte es für uns eigentlich keiner langen Überlegung, als uns eine gebrauchte CCD-Kamera des Typs Starlight Xpress Framestore angeboten wurde. Die Bauarbeiten an der Cookbook-Kamera wurden deshalb erst einmal mit sofortiger Wirkung eingestellt.
Sternwarte mit CCD-Ausstattung
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CCD-Kamera mit Off-Axis-Guider
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Ausleseeinheit der CCD-Kamera
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Die Starlight Xpress CCD-Kamera verblieb von Anfang an permanent am C-8. Hierdurch verminderte sich die Zeit, die vor jeder Beobachtung für die Fokussierung aufgewendet werden musste, erheblich. Auf der Gesamtansicht der Sternwarte (Bild oben) ist auf der rechten Seite die weiße Wand zur Gewinnung von Flatfields zu erkennen. Auf der Arbeitsfläche hinter dem Teleskop sieht man den Monitor, auf dem die Rohbilder direkt nach der Aufnahme angezeigt werden. In dem Kasten darunter befindet sich der PC, auf dem die Bilder dann abgespeichert und anschließend auch bearbeitet werden können. Vom Teleskop verdeckt ist die Framestoreeinheit (Bild rechts unten), in deren Bildspeicher die aufgenommenen Rohdaten zunächst zwischengespeichert werden. Die Kamera selbst, wurde zu diesem Zeitpunkt noch visuell mittels Off-Axis-Guider nachgeführt (Bild unten links).
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Erste Tests der Kamera am C-8 zeigten, dass wir bei manueller Nachführung mittels Off-Axis-Guider und Fadenkreuzokular noch ohne Probleme Belichtungszeiten von knapp 11 Minuten sowohl bei F/6,3 als auch bei F/10 meistern konnten. Die erreichbare Grenzhelligkeit lag bei diesen Bildern dann, trotz manch leichteren Nachführfehlern und unserer eher bescheidenen Lage inmitten des Ruhrgebiets, bei knapp 17,5mag!
Grenzgröße bei Handnachführung - 628s
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Die Grenzgröße der zunächst noch visuell nachgeführten Bilder lag bei einer Belichtungszeit von 628sec in sehr klaren Nächten bei ca. 17,5mag. Eingezeichnet sind die Rot-Helligkeiten aus dem USNO-A2.0 Katalog. In der Bildmitte erkennt man den Ringnebel in der Leier (M 57).
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Am 12.10.1996 beobachten die Mitglieder des TSO und der IG StaR die partielle Sonnenfinsternis.
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November
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Die Mitglieder des TSO und der IG StaR besuchen die 15. "Bochumer Herbsttagung" (BoHeTa) an der Ruhr-Universität Bochum. Im Foyer präsentieren wir auf einer Posterwand sowohl unsere Sternwarte als auch die Finsternisbeobachtungen des vergangenen Jahres.
Posterpräsentation des TSO und der IG StaR auf der 15. BoHeTa
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Posterpräsentation des TSO und der IG StaR auf der 15. BoHeTa.
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Zusammen mit Ewald Goitowski von der IG StaR besuchen die Mitglieder des TSO am 23.11. die "Astro-Ausstellung '96" in Sulzbach im Taunus.
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Dezember
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Da die Fotografie von Galaxien, Sternhaufen und Nebeln bei der bei uns herrschenden Himmelsaufhellung nicht die Ergebnisse lieferte, die andere Amateure mit zum Teil wesentlich kleineren Geräten in besseren Lagen erreichen konnten, war uns schnell klar, dass uns dieses Betätigungsfeld auf Dauer nicht zufriedenstellen würde. Auf Anregung von Michael Tator begannen wir daher mit der Beobachtung und Vermessung von kleinen Planeten, da dies ein Beobachtungsgebiet ist, auf dem man auch bei aufgehelltem Himmel erfolgreich sein kann. In den Folgemonaten sah es daher so aus, dass eigentlich jede klare Nacht zur Verfolgung von Asteroiden genutzt wurde...
Die Bewegung des Kleinplaneten (32) Pomona unter den Sternen
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Durch den Erfolg unserer ersten Vermessungsversuche am relativ hellen Kleinplaneten (32) "Pomona" ermutigt, versuchten wir uns in den folgenden Monaten nach und nach an immer schwächeren Objekten. Die Animation zeigt die Bewegung von "Pomona" unter den Fixsternen innerhalb von 65 Minuten. Die jeweils 11 Sekunden lang belichteten Einzelbilder wurden im Abstand von 5 Minuten aufgenommen.
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