
N 51° 25' 38.74" / E 6° 50' 37.16"
Höhe = 45 Meter / Obs.-Code = 628
©1998 TSO

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Unsere Sternwarte
1995
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Mai
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Um astronomische Projekte mit einer gewissen Kontinuität betreiben zu können, ist es wichtig, dass man über einen ständigen, jeder Zeit zugänglichen Teleskopstandort verfügt. Da dies in vielen astronomischen Vereinen häufig leider nicht im erforderlichen Umfang möglich ist, überlegten wir uns, eine eigene Beobachtungsstation zu errichten.
Zu diesem Zeitpunkt bestand unsere instrumentelle Ausrüstung lediglich aus einem drei Jahre altem C-8, einem Schmidt-Cassegrain Teleskop (SCT) der Firma Celestron auf einer deutschen Montierung des Typs Super-Polaris der Firma Vixen. Das Gerät war für den mobilen Einsatz auf einem Holzstativ montiert und verfügte über keine motorische Nachführung.
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Juni
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Nach nicht ganz zweimonatiger Planungsphase fiel unsere Wahl aus finanziellen, konstruktiven und praktischen Erwägungen auf einen Schiebedachschutzbau. Bereits während dieser Planung achteten wir darauf, dass sich die fertige Konstruktion relativ unauffällig in das Umfeld eines Wohngebietes einfügen würde, was schließlich zu einer Holzhütte mit den Grundmaßen 2m x 2,5m führte. In ihr sollte das Teleskop auf einer soliden Betonsäule aufgestellt werden. Skizzen zu dieser Hütte können Sie, falls auch Sie eine eigene Sternwarte planen, hier als 614kB großes ZIP-File abrufen.
Der Bauplatz vor der Rodung
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Der Bauplatz nach der Rodung
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dass hier in wenigen Wochen eine kleine Sternwarte entstehen würde, ahnte im Mai 1995 noch niemand. Nachdem ein Wochenende lang der Bauplatz gerodet wurde, konnten die Bauarbeiten dann Mitte Juni endlich beginnen.
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Aus unseren früheren astrofotografischen Exkursionen in das nahegelegene Sauerland wußten wir bereits, dass die vorhandene Montierung mit einem 20cm-Teleskop bereits am Ende ihrer Belastbarkeit angelangt war. Es musste also eine bessere Montierung gefunden werden, die aber auch noch preislich einigermaßen im Rahmen unserer Möglichkeiten blieb. Aufgrund des günstigen Dollarkurses fiel unsere Wahl auf eine deutsche Montierung vom Typ G-11 von Losmandy, die wir direkt in den USA bestellten.
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September
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Dank der tatkräftigen Mithilfe zahlreicher Freunde der InteressenGemeinschaft "Sternfreunde an der Ruhr" (IG StaR) konnte die Hütte an nur neun Wochenenden (an denen meist nur samstags gearbeitet wurde) fertiggestellt werden.
Der Rohbau steht
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Drei Wände und das Dach sind fertig
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Nach und nach nahm die Sternwarte Form an. Bereits nach drei Wochen stand der komplette Rohbau und schon nach fünf Wochen konnte mit dem Innenausbau begonnen werden.
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Oktober
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In der letzten Oktoberwoche, mit einer Verzögerung von knapp einem Monat, kam dann endlich auch die lang ersehnte Lieferung aus den USA. Die nächsten Wochen waren daher mit der Fertigung von diversen Adaptern ausgefüllt, schließlich musste nicht nur das Teleskop auf der Montierung, sondern diese auch noch auf der Betonsäule befestigt werden.
Aufsetzen der Montierung auf die Säule
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Aufsetzen des Tubus auf die Montierung
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Nachdem die Montierung mittels eines Adapters auf die Betonsäule gesetzt wurde, konnte schließlich auch der Tubus des C-8 montiert werden. Auf dem Tubus des C-8 ist hier bereits schon der kurzbrennweitige 80mm-Refraktor montiert, der den serienmäßigen 8x30 Sucher ersetzt.
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November
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Obwohl es noch einige Zeit dauern würde, bis wir zum ersten Mal mit dem Teleskop beobachten könnten, machten wir uns bereits zu diesem Zeitpunkt Gedanken darüber, auf welche Beobachtungstechnik wir uns später einmal spezialisieren wollten. Da wir bereits an der Essener Sternwarte eigene Erfahrungen mit CCD-Kameras gesammelt hatten, war unsere Entscheidung auch weiterhin in dieser Richtung arbeiten zu wollen schnell gefallen. Leider war unsere Sternwartenkasse zu diesem Zeitpunkt aufgrund der bisherigen Ausgaben so stark angegriffen, dass unsere Wahl aus rein finanziellen Überlegungen auf eine Selbstbaukamera vom Typ Cookbook TC-245 fiel.
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